Spanische Aussprache für „Abfrager“

Ihre Tochter oder Ihr Sohn hat gerade begonnen, Spanisch zu lernen, und Sie möchten ihm oder ihr bei den Hausaufgaben ein wenig über die Schultern schauen? Vielleicht wollen Sie Ihr Kind auch beim Lernen der Vokabeln unterstützen. Wer selbst kein Spanisch

Aussprache

In der folgenden Liste finden Sie alle Ausspracheregeln, die von denen der deutschen Sprache abweichen. Alle Buchstaben, die nicht in der Liste auftauchen, werden in etwa genauso ausgesprochen wie im Deutschen. Als Beispiele wurden, soweit das möglich war, bekannte geographische Begriffe oder Personennamen gewählt, sodass Sie hier nur selten über unbekannte Wörter „stolpern“ werden. Auf die Verwendung einer Lautschrift wurde auch hier verzichtet, stattdessen werden die Laute mit dem jeweils ähnlichsten deutschen Buchstaben wiedergegeben.

Als Grundregel gilt, dass alle Buchstaben (außer h) gesprochen werden. Zum Beispiel werden die letzten Buchstaben der Namen Luís oder Martín vollständig ausgesprochen und nicht, wie z. B. im Französischen, weggelassen.

Buchstabe

Position im Wort

Aussprache

Beispiel

h

überall

stumm

Honduras [onduras]

ch

überall

etwa wie deutsches tsch

Che Guevara [tsche]

j

überall

etwa wie deutsches ch in „Dach“

La Rioja [riocha]

ll

überall

etwa wie lj oder j (beide Varianten sind anerkannt)

Mallorca [maljorka oder majorka]

ñ

überall

etwa wie gn in Champagner

España [espanja]

qu

überall

etwa wie deutsches k

Quito [kito]

s

überall

etwa wie deutsches scharfes s

San Sebastián [ßan ßebastian]

x

überall

etwa wie deutsches ks

taxi

z

überall

in Spanien gelispelt (wie englisches th)

in Lateinamerika wie scharfes s

Zaragoza [tharagotha]

Zaragoza [ßaragoßa]

c

vor a, o, u und Selbstlauten

etwa wie deutsches k

Cuba [kuba]

Castilla [kastilja]

clase [klaße]

c

vor e, i

in Spanien gelispelt (wie englisches th)

in Lateinamerika wie scharfes s

Barcelona [barthelona]

Barcelona [barßelona]

g

vor a, o, u und Selbstlauten

etwa wie deutsches g

Santiago [ßantjago]

Gran Canaria [grankanarja]

g

vor e, i

etwa wie deutsches ch in „Dach“

Cartagena [kartachena]

gui

gue

überall

etwa wie deutsches gi

etwa wie deutsches ge

guitarra [gitarra]

guerrilla [gerrilja]

r

am Silbenanfang

stark gerollt

Río Grande [rriogrande]

rr

überall

stark gerollt

zorro [thorro] bzw. [ßorro]

r

innerhalb einer Silbe

gerollt

Granada [granada]

y

allein

wie deutsches i

y

y

am Silbenanfang oder zwischen Selbstlauten

wie deutsches j

Yolanda [jolanda]

playa [plaja]

Betonung

Spanische Wörter werden grundsätzlich entweder auf der letzten oder auf der vorletzten Silbe betont. Bei den folgenden Beispielen ist die betonte Stelle jeweils fett gedruckt.

  • Betonung auf der vorletzten Silbe, wenn das Wort mit einem Selbstlaut oder n oder s endet:
  • España, Islas Baleares, Lanzarote, Salamanca, Santiago, Torremolinos
  • Betonung auf der letzten Silbe, wenn das Wort mit einem Mitlaut (außer n oder s) endet:
  • Gibraltar, Badajoz, Portugal, San Salvador, Santander
  • Wenn die Betonung eines Worts von diesen Regeln abweicht, wenn also zum Beispiel die drittletzte Silbe betont wird, ist die betonte Stelle mit einem Akzent markiert:
  • Málaga, San José, México, Galápagos, Castellón, San Sebastián

Manche Wörter tragen den Akzent nur, um sie von Wörtern mit anderer Bedeutung zu unterscheiden, die ansonsten gleich geschrieben werden. Beispiele hierfür sind: él = er/ el = der und te = dich/ té = Tee

Auch Fragewörter haben einen Akzent, um sie von den gleich geschriebenen Pronomen zu unterscheiden: ¿Cómo? ¿Qué? ¿Cuándo? ¿Dónde?


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