Eine ehemalige Musikerin aus dem KZ Auschwitz zu Gast

Esther Bejarano ist eine der letzten bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters Auschwitz. Ihre Eindrücke, ihre Herkunft, ja ihre Geschichte, drückt sie schon seit Jahren gemeinsam mit ihrem Sohn Joram sowie mit den Musikern der Mircophone - Mafia aus.

Esther Bejarano wurde in Saarlouis als Esther Loewy geboren. Ab 1941 war sie im Zwangsarbeitslager Neuendorf bei Fürstenwalde/Spree interniert und wurde am 20. April 1943 mit mehr als 1000 Menschen nach Ausschwitz deportiert. Sie überlebte Ausschwitz als Musikerin im weiblichen Häftlingsorchester, dem „Mädchenorchester von Ausschwitz“.
Nach dem Faschismus lebte Esther Bejarano, bis zur Ihrer Ausreise nach Israel, im Landkreis Fulda

Als Mitglied verschiedener Musikgruppen ist sie seit einigen Jahren mit der Kölner Rap-Band “Microphone Mafia“ unterwegs und engagiert sich gegen Rechtsextremismus. Die Bandmitglieder repräsentieren verschiedene Kulturen und Religionen – nach Angaben der Sängerin sind Mutter und Sohn Bejarano Juden, Kutlu Yurtseven ist Moslem und Rossi Pennino Christ. Ihre erfolgreichen Tourneen beweisen eindrucksvoll, dass und wie gemeinsame Arbeit und gemeinsames Leben funktionieren können.

Das Kulturamt der Stadt Fulda veranstaltet gemeinsam mit der Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt Unterstützung das Konzert mit Esther Bejarano & der Microphone Mafia“, begleitet von einer Lesung aus dem Buch „Erinnerungen“ mit Esther Bejarano. Im Rahmenprogramm zeigen Schülerinnen und Schüler aus verschiedensten Schulen Szenen aus Theaterstücken, es wird ein Schulorchester gemeinsam mit Esther Bejarano die eine oder andere überraschung liefern.

Dieser Abend war ein Höhepunkt in der Gedenk- und Kulturgeschichte Fuldas und wir, die Schülerinnen, Schüler und Lehrer vom Bildungsunternehmen Dr. Jordan sind froh, bei so einem wichtigen Ereignis dabei gewesen zu sein.

Quelle: http://www.fulda.de/kultur/veranstaltungen/special-events.html


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